Montag, 15. Januar 2018

Berge, blaue Notizbücher und Sinnsprüche


Nach einer glücklichen Woche des Auf- und Durchatmens in den tief verschneiten Schweizer Bergen sitze ich nun wieder am Schreibtisch und schreibe mein blaues Notizbuch voll, das ich seit Band 8.1 benutze, um meine Gedanken für den Abschluss der Sumpfloch-Saga zu sortieren. Dabei begebe ich mich weit über die Grenzen Amuyletts und Lettimurs hinaus und mir ist jetzt schon klar, dass einige Figuren und Handlungen nicht in das Buch hineinpassen werden. Sie sollen nicht zu kurz kommen, werden aber ihren Platz erst in späteren Geschichten finden. Im (vorerst) letzten Band geht es ums große Ganze. Und das ist sehr groß! Wann immer ich mich damit beschäftige, werde ich sehr aufgeregt. Die wesentlichen Stichwörter in meinem blauen Notizbuch von heute sind:

„Wege zwischen den Welten“ – „Die wahren Zauberer“ – „It becomes real“

Was es sonst noch zu berichten gibt: Anne Düe sitzt diese Woche Tag für Tag im Studio, um für Audible.de „Feuersang und Schattentraum“ einzusprechen. Drückt ihr die Daumen, dass ihre Stimme durchhält. Sie hat noch Hunderte von Seiten vor sich (das Buch ist wirklich lang, wenn man es vorlesen muss) und ist mit Begeisterung dabei. Noch eine Info zu den Hörbüchern: Band 1, 2 und 3 sind momentan alle per Whispersync-for-Voice zu haben. Das heißt, wer das E-Book regulär für seinen Kindle gekauft hat, bekommt die ersten drei Hörbucher zurzeit zum Sonderpreis von jeweils 2,95 EUR.

Und jetzt erzähle ich euch noch, dass die hübschen Schweizer Holzhäuser in dem Alpendorf, in dem wir waren, mit Sinnsprüchen geschmückt waren. Einer davon ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Er lautete: „Im Glück nicht stolz, im Leid nicht klein, den Frieden lieben, den Kampf nicht scheuen.“ An der Umsetzung arbeite ich noch, aber für die Akteure der Sumpfloch-Saga trifft er auf jeden Fall zu!

PS: Nein, ich weiß leider noch nicht, wann das Buch fertig sein wird – aber danke, dass ihr mich immer wieder fragt <3!

Freitag, 29. Dezember 2017

Nixengold und Zeitlosigkeit


Erst einmal kurz und bündig: Das Hörbuch von „Nixengold und Finsterblau“ ist erschienen! Den Link dorthin findet ihr am Ende des Posts. Außerdem wollte ich euch erzählen, dass ich in den letzten Tagen einige Leserpost beantwortet habe (leider noch nicht alle). Auf der Suche nach einer Antwort bin ich auf ein Zitat von Gerald aus Band 7.1 gestoßen, das nicht nur erklären könnte, warum uns Gedanken aus einem Buch so seltsam vertraut vorkommen können, sondern das auch sehr gut zum bevorstehenden Jahreswechsel passt. Denn während wir die Jahre zählen und scheinbar als Einzelkämpfer durch die Zeit wandern, übersehen wir doch oft, dass wir alle denselben Ursprung und dieselbe Zukunft haben und dass womöglich beides, der Ursprung und die Zukunft, zeitlos sind. In diesem Sinne wünsche ich auch allen ein unendlich glückliches 2018 <3. Und hier kommt das Zitat von Gerald:

„Manchmal denke ich, dass Marias Spiegelwelt auf irgendeine Weise mit der Fantasie aller lebenden Wesen verbunden ist. Und vielleicht vergeht dort, wo die geistigen Bilder herkommen, keine Zeit. Was wir morgen träumen oder längst verstorbene Menschen einmal gedacht oder gefühlt haben, existiert dort gleichzeitig. So wäre es möglich, dass die Bücher in der Spiegelwelt etwas beschreiben und abbilden, das schon lange vergangen ist oder erst in einer fernen Zukunft geschehen wird.“

Das neue Hörbuch findet ihr hier:

„Mondpapier und Silberschwert“ ist bereits eingesprochen und vorbestellbar; es erscheint voraussichtlich am 25.1.2018.

Freitag, 22. Dezember 2017

Magikalischer Erzabbau


Schreiben ist ein bisschen wie der Abbau von magikalischem Erz. Manchmal muss ich nur mit einem Hämmerchen gegen eine Felswand klopfen und schon fällt mir mehr magisches Geröll entgegen, als ich verarbeiten kann. Und manchmal schlage ich tagelang auf die Wände ein und sammle mühsam Gramm für Gramm, bis ich endlich ein paar passable zauberhafte Sätze angesammelt habe. Letzteres ist zurzeit bei Aschenkindel 2 der Fall: Ich habe jetzt ungefähr ein Viertel des Buches geschrieben. Die bestehenden Kapitel gefallen mir sehr gut und ich halte sie für gelungen, aber ich habe jedes einzelne mindestens fünfmal geschrieben, denn ich musste sehr nach der Geschichte suchen.

Ich weiß längst eine Menge über Claerie, Yspér, die gute Fee, die Stiefschwestern, Claeries Eltern und Yspérs Zwillingsbruder (und seine heimliche Liebe), aber die widerspenstige Geschichte setzt sich andauernd hin, statt zu springen und zu tanzen, und ich muss sie wüst antreiben, damit es vorangeht. Wenn ich so weitermache, wird die Wintergeschichte irgendwann im Hochsommer fertig und der letzte Teil der Sumpfloch-Saga bleibt auf der Strecke. Ich habe daher beschlossen, Aschenkindel 2 einige Monate auf die Seite zu legen, um herauszufinden, ob ich gerade an der komplett falschen Stelle grabe. Stattdessen werde ich mich intensiv um den letzten Teil der Sumpfloch-Saga kümmern, der sich weniger bockig gebärdet und mich hartnäckig ruft, wann immer ich ihm den Rücken zukehre (recht so!).

Im neuen Aschenkindel-Band ist viel von der „Längsten Nacht“ die Rede, der Wintersonnenwende, die in Amberling wie Weihnachten gefeiert wird; unsere längste Nacht des Jahres ist heute Morgen vorüber, wir bewegen uns also wieder auf das Licht des Sommers zu. In meinem Fall leider ohne einen neuen Aschenkindel-Band im Gepäck, aber dafür mit frischer Begeisterung für den magikalischen Erzabbau. In diesem Sinne wünsche ich euch eine frohe Weihnachtszeit mit stillen Momenten im Trubel, in denen euch sichtbar oder unsichtbar kleine Wunder in den Schoß fallen, winzige Steine oder große Brocken mit magikalischer Wirkung, die euer Leben verzaubern <3!

Montag, 20. November 2017

Schreiben und spazieren



Ich schreibe gerade an zwei Büchern gleichzeitig. Das eine Buchprojekt beginnt zurzeit so:
„Du schuldest mir eine Hand!“, sagte Hylda. „Hast du sie dabei?“
Das andere beginnt so:
In der Bibliothek ist es still, mein Frieden ist perfekt - oder er wäre es, wenn mich meine gute Fee nicht argwöhnisch dabei beobachten würde, wie ich auf der Leiter stehe und einen Buchrücken nach dem anderen abstaube. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie ihren Mund aufmachen und den Zauber dieses Winternachmittags zerstören wird.
Welches soll ich weiterschreiben? Haha, nein, das ist ein Scherz, ich schreibe natürlich an beiden weiter, wenn es auch gerade nicht ganz so schnell vorangeht, wie ich das gerne hätte.

Montag, 30. Oktober 2017

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Ein düsteres Märchen


Hier seht ihr die erste Seite meiner Geschichte, die ich zur Märchen-Anthologie „In Hexenwäldern und Feentürmen“ vom Drachenmond-Verlag beisteuern durfte. Christian Handel hat auch dieses Jahr wieder ganze Arbeit geleistet und lauter tolle Fantasy-Autoren für die Anthologie zusammengebracht. In der Anthologie sind Nina Blazon, Julia Adrian, Maggie Stiefvater, Nina MacKay und viele, viele andere beliebte Autoren vertreten und eben auch ich. Allerdings muss ich dazusagen, dass meine Geschichte „Der düsteren Stunden Glanz“ ziemlich – wie der Titel schon sagt – düster geraten ist und daher auch in einem anderen Stil geschrieben ist als meine bisherigen Bücher. Aber es ist ja auch nur eine Geschichte von vielen. Ich selbst bin schon sehr gespannt auf die Märchen meiner Mitautoren.

Falls es euch interessiert: Das Buch kommt am 12. Oktober heraus, das E-Book für 4,99 EUR schon am 11. Oktober, wenn ich die Angaben bei Amazon richtig interpretiere. Und das Cover von Alexander Kopainski ist ein Traum (ich liebe dieses grüne Pfauenfedernkleid)!

Nachtrag: Nur das Print-Buch ist so gestaltet wie die abgebildete Seite, das E-Book fällt schlichter aus.


Mittwoch, 27. September 2017

Ein paar Neuigkeiten


Ich fasse mal ein paar Neuigkeiten zusammen; sie betreffen meine Haarfarbe, die Buchmesse, die Aschenkindel-Fortsetzung und weitere Hörbücher.
Erst mal zum Foto: Meine Haare waren ein paar Jahre lang scarlettschwarz, nun sind sie es nicht mehr. Gerade fühle ich mich sehr wohl mit Marias Dunkelrötlichirgendwieblond.
Zweitens habe ich eine endgültige Buchmesse-Entscheidung getroffen: Ich werde dieses Jahr nicht hinfahren und habe alle noch offenen Termine – leider – absagen müssen. Ich bin noch nicht so richtig fit und habe meinen Lieben versprochen, Stress und Anstrengungen zu meiden und mich zu erholen. Was mir tatsächlich sehr gut tut und mich zur dritten Neuigkeit führt:
Da man Aschenkindel als Amazon-Prime-Mitglied gerade drei Monate lang kostenlos ausleihen kann, erreichen mich vermehrt Anfragen, ob und wann es denn nun endlich mit der Geschichte weitergeht. Die Antwort ist: Ich weiß es nicht. Es kann sein, dass mich der Aschenkindel-Blitz trifft und ich plötzlich anfange, den zweiten Teil niederzuschreiben. Es kann aber auch sein, dass ich stattdessen Froschröschen zu Papier bringe (das spukt mir seit geraumer Zeit im Kopf herum). Es könnte ebenfalls sein, dass ich mich einem ganz anderen neuen Buchprojekt widme oder es nicht länger aushalte, Amuylett fernzubleiben, und mich in den letzten Sumpfloch-Teil stürze. Abgesehen davon habe ich ja versprochen, dass ich mich erhole. Also ist mein Kopf momentan eine Wundertüte (alle drei Tage fällt mir etwas Neues ein, was ich gerne schreiben würde), aber ich lasse mir Zeit und warte einfach ab, was sich zuerst den Weg über die Computertasten in die Wirklichkeit bahnt.
Und jetzt noch die vierte Neuigkeit: Die Erscheinungstermine der nächsten drei Hörbücher stehen fest (juchhu!) und das Wichtigste: Anne Düe wird sie wieder lesen.
Nixengold und Finsterblau erscheint am 28. Dezember 2017.
Mondpapier und Silberschwert, unser Winterband, kommt sehr passend am 25. Januar 2018 heraus und darauf freue ich mich ganz besonders, denn mit Band 4 wurde aus irgendeiner Saga eine Saga, die sich zu etwas Besonderem mausert (für mich war das jedenfalls so).
Feuersang und Schattentraum, die erste richtig lange Sumpfloch-Geschichte, nach deren Beendigung ich das Gefühl hatte, endgültig da angekommen zu sein, wo ich hinwollte, erscheint dann am 1. März 2018.

Habt einen schönen Herbst und danke für alles!